Die ersten Wochen Empfohlene Impfungen

Eine Übersicht über die empfohlenen Impfungen finden Sie im Mutter-Kind-Pass auf der vorletzten Umschlagseite.

Derzeit werden von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde folgende Impfungen empfohlen:

Impfungen 7w 3m 6m 12m 14m 18m 2a 3a 7a 9-12a 14a
Rotaviren1 x x (x)                
6fach Impfung2   x x x              
Pneumokokken   x x x              
MMR (+VZV)3                      
FSME4       (x) (x)   (x)        
dPT5 (+Keuchhusten)                 x   x
Meningokokken6   (x) (x)                
HPV7                   2x  
Hepatitis A8         (x)   (x)   (x) (x)  

1 abhängig vom Impfstoff (Rotarix 2 Dosen, RotaTeq 3 Dosen)
2 Dipththerie, Tetanus, Polio, Keuchhusten, Haemophilus influenzae, Hepatitis B
3 MMR - Mumps, Masern, Röteln, VZV - Varicella-Zoster-Virus (Feuchtblattern)
4 Frühjahrs- Sommer Meningoencephalitis (nur Impfzuschuss)
5 Diphtherie, Pertussis, Tetanus (gratis nur am Gesundheitsamt)
6 3 Dosen bei Impfbeginn im 1. und 2. Lebensjahr, bei Impfbeginn danach 2 Dosen, Bexsero (Typ B) nicht im Gratisimpfprogramm
7 HPV - Human Papilloma-Virus (mit verantwortlich für Gebärmutterhalskrebs)
8 Hepatitis A nicht im Gratisimpfprogramm, Hepatitis B Auffrischung nur bei Risikopersonen gratis. Auffrischung der Hepatitis A bzw. B Impfung spätestens 10 Jahre nach der letzten Impfung. Es gibt einen Kombinationsimpfstoff (A+B Twinrix®)

Impfungen im ersten Lebensjahr
3., 5. und ab dem 12. Monat: Sechsfachimpfung: gegen
Diphtherie,
Tetanus (Wundstarrkrampf),
Pertussis (Keuchhusten),
Haemophilus influenzae,
Polio (Kinderlähmung),
Hepatitis B

Seit einigen Jahren wird auch zusätzlich die Impfung gegen Lexikon Pneumokokken empfohlen. Diese Impfung wird parallel zur 6-fach Impfung durchgeführt.

Seit 2006 stehen auch zwei kostenfreie Schluckimpfstoffe (Rotarix® und RotaTeq®) gegen Rotaviren (gefährliche Durchfallserreger) zur Verfügung, die zwischen der 5. Lebenswoche und dem 6. Lebensmonat 2 x (Rotarix®) bzw. 3 x (RotaTeq®) im Abstand von wenigstens 3 Wochen verabreicht werden sollen.

Die Impfung gegen Meningokokken, einem gefährlichen Erreger von Hirnhautentzündungen (Meningitis) und lebensbedrohlichen Infektionen ist ab dem 3. Lebensmonat möglich, Auffrischung ein Jahr später bzw. im Schulalter. Es gibt 2 Typen, B und C, gegen die es auch zwei verschiedene Impfstoffe gibt: gegen Typ B (Bexsero®, nicht im Gratisimpfprogramm) und gegen Typ C (z.B. NeisVac oder Menveo®, im Gratisimpfprogramm). In Österreich sind für etwa 60% der Erkrankungen Typ B verantwortlich, für 40% Typ C.

Die früher in der ersten Lebenswoche übliche Lexikon Tuberkuloseimpfung (Lexikon BCG-Impfung) sollte nur in Ausnahmefällen, wenn ein Kontakt mit Tuberkulose-Erkrankten sehr wahrscheinlich und nicht vermeidbar ist, durchgeführt werden.

Impfungen im zweiten Lebensjahr
ab dem 13. Lebensmonat im Abstand von mindestens einem Monat 2 Mal eine Dreifachlebendimpfung gegen
Masern
Mumps
Röteln

Zusätzlich eventuell die Lebendimpfung gegen Varicellen. Dies vor allem wegen des Schutzes von nicht immunen schwangeren Müttern.
Weitere mögliche Impfungen
gegen FSME (Frühjahrs- Sommer- Meningoencephalitis), eine lebensbedrohliche Viruserkrankung, die das Zentralnervensystem befällt und auch Dauerschäden verursachen kann. Sie wird vor allem durch Zecken übertragen. Die vorbeugende Impfung ab dem 13. Lebensmonat (ausnahmsweise auch früher - ab dem 10. Lebensmonat) schützt vor der Erkrankung
Influenza (Grippe) eine in den Wintermonaten hoch aktive, Virus bedingte Infektionserkrankung, die - epidemiologisch bzw. ökonomisch gesehen - auch große volkswirtschaftliche Bedeutung (Massenkrankenstände) hat. Vorbeugend wirkt die Grippeimpfung - im Prinzip empfehlenswert vor allem für Kinder mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen. Nicht im Gratisimpfprogramm. Muss wegen der laufenden Veränderungen des Grippevirus jährlich erneuert werden.
 
Eltern, die einen Aufenthalt in Asien, Afrika oder Südamerika planen, können sich z.B. am Institut für Tropenmedizin der Universität Wien (Tel.Nr.: 01/40 490-360) über spezielle Impfpläne beraten lassen.
Ausführliche Informationen zu allen Impfungen bieten die KinderärztInnen und AllgemeinmedizinerInnen sowie der Impfplan des Bundesministeriums für Gesundheit und die Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde.