Geburt Welche Probleme können Frühgeborene nach der Geburt haben?

Im Lauf der Schwangerschaft entwickeln sich die verschiedenen Organsysteme so weit, dass sie das Überleben des Babys außerhalb des Mutterleibs ermöglichen.
Auch nach der Geburt finden noch Reifungsvorgänge statt (z.B. Gehirn, Immunsystem).

Kommt ein Baby aber zu früh zur Welt, sind verschiedene Organfunktionen noch so unreif, dass sie die zum Überleben benötigte Leistung noch gar nicht oder noch nicht vollständig erbringen können. Je früher das Baby zur Welt kommt, desto risikoreicher ist es daher.

Bei folgenden Organfunktionen kann es zu Komplikationen kommen:

Lunge: Atemarbeit und Gasaustausch können erschwert sein

Verdauungstrakt: Nahrung kann nicht im erforderlichen Ausmaß aufgespaltet und aufgenommen werden

Haut: ist noch sehr dünn und schützt nicht ausreichend vor Wärme- und Flüssigkeitsverlusten

Gehirn: Die Nervenzellen sind zwar angelegt, aber noch wenig isoliert, die automatische Regulierung der Hirndurchblutung funktioniert noch nicht so gut. Es besteht ein höheres Risiko für Durchblutungsstörungen und Hirnblutungen.

Immunsystem: Die Infektionsabwehr ist noch unreif. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen (vor allem Bakterien, Pilze) im Zusammenhang mit den notwenigen intensivmedizinischen Maßnahmen (Venenzugang, Beatmungsschlauch usw.) und der schlechteren "Abgrenzung" zur Umwelt (unreife Haut, Verdauungstrakt, Lunge).

Risiko für Frühegebore möglichst gering halten
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